Moderation von Großgruppen

Zukunftswerkstätten, Zukunftskonferenzen, Open-Space und World Cafés

In Großgruppen-Methoden wie der Zukunftswerkstatt, der Zukunftskonferenz, der Open-Space-Konferenz oder dem World-Café formulieren die Beteiligten ihre Probleme selbst, suchen gemeinsame Wege für eine wünschenswerte zukunft und formulieren Lösungen, Leitbilder oder Veränderungsstrategien.

Merkmale der von uns angebotenen Großgruppen-Methoden sind:

  • ergebnisoffene Formen des Dialogs
  • die Orientierung liegt auf Zukunft, nicht auf Vergangenheitsbewältigung
  • im Vordergrund stehen Eigenverantwortung und Selbstorganisation
  • es geht um Ressourcen und Kompetenzen der Teilnehmenden
  • Vorrang hat das Gemeinsame vor dem Trennenden
  • Emotionen und Energie haben Raum

Zukunftswerkstätten

Die Zukunftswerkstatt ist eine vom Zukunftsforscher Robert Jungk entwickelte Methode. Sie unterstützt kooperatives Arbeiten, fördert ganzheitliches Denken, hilft bei Problem- und Entscheidungsfindungen.

In einem partizipativen Prozess entstehen neue, unkonventionelle Lösungen und Strategien.

Zukunftswerkstätten können in folgenden Phasen ablaufen:

  • Vorbereitungsphase
  • Einstiegs- und Orientierungsphase
  • Wahrnehmungs- und Kritikphase
  • Fantasiephase
  • Umsetzungs- und Reflexionsphase
  • Umsetzungsprozess ("permanente Zukunftswerkstatt")

Zukunftswerkstätten dauern 1 - 3 Tage und bringen neue Orientierungen und konkrete Schritte, wenn

  • Visionen für die Zukunft einer Organisation oder Gemeinde erarbeitet werden sollen
  • Ideen und Schwung für eine Wende fehlen
  • Ziele verloren gingen und Neu-Orientierung ansteht
  • "Altlasten" die gewünschte weitere Entwicklung hemmen

Zukunftswerkstätten können von einem Moderator oder einem Moderationsteam mit 10 bis 200 Personen durchgeführt werden.

Zukunftskonferenzen

In Zukunftskonferenzen geht es um das Suchen, Finden und Vereinbaren neuer Ideen und Konzepte unter Beteiligung des "gesamten Systems". Zukunftskonferenzen eignen sich für Situationen, in denen die Mitwirkung und Intelligenz vieler zur Überwindeung einer (Organisations-) Krise gefordert und das Entwickeln gemeinsam geteilter Visionen angesagt ist.

Voraussetzung sind eine repräsentative Auswahl von Teilnehmern aus unterschiedlichen Anspruchs- und Interessensgruppen, zum Beispiel 6 x 6 = 36 Personen, ein von allen akzeptiertes Vorbereitungsteam sowie ein ergebnisoffenes Thema, bzw. Anliegen.

Typisch sind die Phasen:

  • Reflexion der Vergangenheit
  • Analyse der Gegenwart
  • Entwicklung von Zukunftsentwürfen / Visionen
  • Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten
  • Erstellung von Maßnahmeplänen

Zukunftskonferenzen dauern ca. 18 Stunden, meist auf 3 Tage verteilt.

Open-Space-Konferenzen

Da sich die interessantesten Dinge in den Kaffeepausen, quasi neben dem offiziellen Programm, ereignen hat Harrison Owen (2003) "Open Space" als eine Art "Pause" konzipiert. Es gibt keine festgelegten Referate und Programme, sondern Gelegenheiten und überraschende Lösungen.

Das Konzept der Open-Space-Methode besteht darin, Raum zu geben für die produktiven Energien aller Beteiligten. Das kann zum Durchbruch einer neuen Organisationskultur führen.

Open-Space-Konferenzen eignen sich für Umbruchsituationen, wenn alte Strukturen zu komplex geworden und die Mitglieder des Systems offen für neue Lösungen sind.

Voraussetzungen sind ein Rahmenthema, das für die jeweilige Organisation von zentraler Bedeutung ist, die freiwillige Teilnahme und die Einladung an alle Mitglieder der Organisation.

JedeR kann über Inhalt und Form mit entscheiden. Open-Space-Konferenzen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Selbstorganisation aus.

Open-Space-Konferenzen dauern 1 - 3 Tage.
Die Teilnehmerzahlen können von einer kleinen Gruppe bis über 2000 TeilnehmerInnen schwanken.

World Café

Beim World Café findet in der Regel in 2 - 3 aufeinander aufbauenden Gesprächsrunden in einer Kaffeehaus-Atmosphäre ein kreativer Austausch von Wissen, Ideen, Erfahrungen oder Wünschen statt.

Die Methode eignet sich
um "alle mit allen" über vorab festgelegte Fragen / Themen ins Gespräch zu bringen
um Wissen und Innovationen von Gruppen zu sammeln und auszutauschen
um Ideen zu besprechen und Handlungsmöglichkeiten anzudenken
Voraussetzungen sind eine Klärung der Ziele sowie eine Abstimmung mit dem Auftraggeber über "kraftvolle Frage(n)" und natürlich die Schaffung einer Kaffeehaus-Atmosphäre.

Das World Café dauert 1 - 3 Stunden.Teilnehmen können insgesamt 20 und mehr Personen in kleinen Gruppen à 4 - 6 Personen pro Kaffehaus-Gesprächsrunde.

Sie planen eine Veranstaltung mit einer Großgruppe?

Wir planen und moderieren einzeln oder im Team Ihre werkstat, sei es als Zukunftswerkstatt, Zukunftskonferenz, Open-Space oder Worls Café.
Sie vereinbaren mit uns ein Vorbereitungsgespräch.
Wir entwickeln ein auf Ihre Fragestellung und Zielsetzung zugeschnittenes Konzept.
Wir moderieren die Werkstatt an einem geeigneten Ort durch. (Dauer 1 - 5 Tage)
Auf Wunsch dokumentieren wir den Prozess und die erzielen ergebnisse und begleiten den weiteren Umsetzungsprozess.

Unser Moderationsteam

Waltraud Knaier-Thullner
Übersee, Dipl. Psychologin, Supervision, Moderation und Trainings

Thomas Ködelpeter
München, Dipl. Hdl., Bürgerbeteiligung, Moderation und Begleitung

Kontakt

Ökologische Akademie e.V.
Tel. 08027 / 1785
oekologische-akademie@gmx.de